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Photokina: Olympus E5 und andere neueste beste Kameras ...

Heute war ich auf der Photokina, um mir selbst ein Bild der aktuellen Kamera Entwicklung zu machen. Ich hatte mir vorgenommen, mit einigen Kameras Fotos auf meiner eigenen Speicherkarte zu machen, die ich dann zu Hause in aller Ruhe analysieren kann. Und das hat auch weitestgehend geklappt. Zum Vergleich hatte ich auch meine eigene Kamera (Olympus E3) dabei, mit der ich dann auch einige Fotos gemacht habe.

Ich hatte mir vorgenommen, neben der neuen Olympus E5 auch die Olympus PENs, Canon's 5D Mk II, Nikon's D700 und Panasonic's Lumix GH2 anzusehen.

Vorweg ein wichtiger Hinweis: Alles, was ich im folgenden schreibe ist absolut subjektiv. Es gilt für mich.

Die Olympus E5

Wir (meine Frau Monika und ich) starteten beim Stand von Olympus.

Ich bekam die E5 in die Hand und es gab keine Probleme, meine eigene Speicherkarte einzusetzen. Die E5 war mit einem 12-60 Objektiv versehen. Bestens, denn das gleiche hatte ich auf meiner E3 dabei. So konnte ich mit beiden Kameras abwechselnd unter gleichen Bedingungen und mit gleichen Einstellungen fotografieren.

Die Olympus Berater ließen mir vollkommen freie Hand. Die Kamera war nicht angekettet und ich konnte mich absolut frei (auf dem Olympus Stand) damit bewegen und fotografieren.

Die neue E5 besitzt gegenüber dem Vorgänger E3 einen neuen Sensorr mit 12M-Pixel statt bisher 10M-Pixel, einen veränderten Filter vor dem Sensor und einen neuen Bildprozessor. Ziel des ganzen sei es, mehr Details im Foto zu erzeugen.

Das wollte ich testen, und tat es.

Hier mein Vergleich zw. E3 links und E5 rechts - beide Aufnahmen mit f4, 12 mm Brennweite, ISO 100 und 1/60 Sek.:

p9230949-290.jpgp9239176-290.jpg
E3E5

In dieser Größe sieht man keinen großen Unterschied, aber wenn man auf die Bilder klickt, erscheinen größere Versionen, in denen man - wenn man genau hinsieht - einen Unterschied erkennen kann. Bessere Details eben bei der E5.

Naja - wer es nicht sieht, für den ist die E3 eben gut genug ;-)

Die Bilder sind übrigens Ausschnitte, um die Details sichtbar zu machen und ansonsten komplett unbearbeitet. Hier die Originalgröße (Bild der E5):

p9239176-org-580.jpg

Neben der besseren Bildqualität hat die E5 auch ein größeres Display (3 Zoll, VGA Auflösung). Und dieses Display ist das beste, das ich auf der Photokina gesehen habe.

Die Olympus PEN

Olympus bot Messebesuchern an, eine PEN (P2 oder PL1) für 2 Stunden mit samt beliebigem Zubehör auszuleihen und im Freien (oder wo immer) zu testen. Das Angebot hat insbesondere Monika interessiert, die "auch mal eine Kamera haben wollte". Also haben wir uns eine PL1 zusammen mit einem 17mm/f2.8 Festbrennweiten-Objektiv, einem Adapter für mein 12-60 FT-Objektiv und dem "elektronischen Sucher" ausgeliehen und sind fotografieren gegangen.

p1010648-580.jpg

Die Bildqualität der PEN ist für eine "Hosentaschenkamera" beachtlich. Sie reicht m. E. nicht an die der E5 heran, aber sie ist extrem viel besser, als die normaler Kompaktkameras. Die PL1 kostet je nach Objektiv zw. 400,- und 600,- EUR. Eine absolute Empfehlung für Leute, die eine Kamera "in der Hosentasche dabei" haben wollen. Leider will Monika nun eine haben :-(

Die PEN hat einen optionalen elektronischen Sucher. Man kann also wahlweise über das Display fotografieren oder den Sucher aufstecken und damit "zielen". Der Sucher hat mich allerdings enttäuscht. Der Blick dadurch zeigt ein eher plakatives Bild der Wirklichkeit und ist absolut nicht vergleichbar, mit einem optischen Sucher, wie sie SLRs haben.

Probleme hatten wir mit dem Autofokus. Der hat eine Gesichtserkennung und macht, was der damit will - und nicht was wir wollten. Ich verstehe dieses Gesichtserkennungskonzept aller Hersteller nicht. Wenn im Bild 10 Personen zu sehen sind, woher will die Kamera wissen, wen davon ICH fokusiert haben möchte? Möglicherweise (hoffentlich) kann man diesen Unsinn aber abschalten.

Alles in allem hat mich Olympus sowohl von der Qualität seiner Produkte als auch von seinem besonders freundlichen Auftritt absolut überzeugt. Es hat Spaß gemacht.

Als "Give Away" have ich übrigens u. A. ein Buch zur E3 bekommen. Ein richtiges Buch - über ein Auslaufmodell interessanter Weise ...


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Comments:

Günter 10:17 Uhr MESZ

Dann verkaufst du mir dein oder Monikas iPad (sagen wir mal für 100 Euro) und du hast schon mal einen kleinen Teil für deine neue Kamera ;-)

ZehpunktBartling 12:02 Uhr MESZ

Hallo Wolfgang,
netter Bericht, danke!

Auch wenn du ausdrücklich subjektiv urteilst ist die Einschätzung der Nikon und Canon natürlich unfair.
Stell dir vor, ein Canonist nimmt die E-5 in die Hand und scheitert an den doppelt belegten Fummelknöpfen oben links, der wird sagen: wusste ich´s doch, das taugt nix".

Gruß
Christian

schmidetzki 12:25 Uhr MESZ

@ ZehpunktBartling: Gegen die Nikon Bedienung habe ich ja nichts gesagt. Und was ich an Canon kritisiere ist nicht die Qualität der Bedienung an sich, sondern seine Inkonsistenz. Die Doppelbelegung bei Olympus mag man schlecht finden, aber sie ist konsistent.

Konsistente Bedienoberflächen sind nicht notwendig gut oder schlecht, aber sie sind leichter zu erlernen und zu behalten.

Klaus 12:29 Uhr MESZ

Hallo,
schlimm, eine solche Bewertung von jemandem, der noch nicht einmal in der Lage ist, bei der EPL1 die Gesichtserkennung auszuschalten ("Hoffentlich kann man das abschalten").
Daß die völlig praxisfremd beurteilte Canon natürlich das Bild sofort wiedergibt, ist eigentlich klar, wurde aber nicht erkannt.
Übrigens: Nicht ohne Grund ist die 5DMkII bei vielen professionellen Studiofotografen permanent im Einsatz. Ganz bestimmt allerdings nicht, weil sie so schlechte Qualität liefert.

Wer nachvollziehbar keine Ahnung hat, sollte von solchen auch subjektiven Berichten die Finger lassen. Mehr kann man sich selbst nicht disqualifizieren!!
Gruß
Klaus

Monika 17:22 Uhr MESZ

Hallo @ Klaus:
"schlimm, eine solche Bewertung von jemandem, der noch nicht einmal in der Lage ist..."; "Wer nachvollziehbar keine Ahnung hat..."

WOW, starker Tobak! Aber, Zitat: "Mehr kann man sich selbst nicht disqualifizieren!!"

Liebe Grüße
Monika

Monika 17:24 Uhr MESZ

@ Günter:
gaaaaanz schlechte Idee :-)

schmidetzki 20:24 Uhr MESZ

Eigentlich wollte ich die Kritik an meiner Canon-Kritik ja nicht weiter kommentieren. Aber gerade lese ich in der Foto-Fachzeitschrift "PHOTOGRAPHIE" über die neu vorgestellte Canon 60D:

"Die Bedienung der Kamera stellt Canon im Sinne der Fotografen völlig auf den Kopf"

Offensichtlich bin ich nicht der einzige, der die Bedienung kritisiert hat.

Andreas 21:15 Uhr MESZ

Hallo!
Vielen Dank für den Bericht!

Ich fand die e-5 auch super. V.a. die o.g. konsistente Bedienung. Habe derzeit noch eine e-620 und die komplette Bedienung/Menüführung waren sofort logisch und für mich ohne Hilfe durchführbar.

Jetzt muss ich nur noch meiner Frau beibringen, dass ich einen neuen Body brauch :-(

Nenad 22:07 Uhr MESZ

Hallo Wolfgang
Da meine E-3 schon langsam den Geist aufgibt und bald eine neue nähmen muss ist dein Bericht sehr Hilfreich. Habe lange auf eine würdige Nachfolgerin der E-3 gewartet, und muss ehrlich sagen habe mir mehr erwartet von der neuer. Das "einzige" Große Manko sind die schlechte ISO werte im oberen Bereich, und da ich die oft brauche ist meine frage ob du welche Fotos mit 1600-3200 geschossen hast? Da ist die Konkurrenz im sichtbaren Vorteil.

Mit freundlichen Grüßen Nenad

schmidetzki 22:32 Uhr MESZ

@Nenad: Da für mich High-ISO weniger ein Thema ist, habe ich keine Fotos mit mehr als ISO 800 gemacht. Aber bei ISO 800 haben meine Bilder ein Rauschen von praktisch NULL.

Im Vergleich dazu haben meine Photokina-Bilder mit der D700 - dem vermeintlichen Rauschwunder der Branche also - bei ISO 1600 ein deutliches Rauschen. Nicht irreparabel, aber deutlich.

Die E5 scheint also auch in Punkto Rauschen deutlich verbessert zu sein.

Bilder mit hohem ISO gibt es z. B. bei dpreview: http://www.dpreview.com/galleries/reviewsamples/albums/olympus-e-5-preview-samples

Andreas Jell 07:21 Uhr MESZ

Ich bin auch auf der Photokina mit der E-.5 "warm geworden". Es ist einfach eine unglaublich vielseitige Kamera mit wirklich sehr guter Bildqualität. bei Vergleichen ist zu beachten, dass Canon und Nikon gerne mal bei den ISO-Angaben schummeln: Wenn da bei einigen Canons ISO 1600 angezeigt werden, sind es in Wirklichkeit nur ISO 1000.

Aber die Eauschdiskussion ist sehr überbewertet; ich mache mit der E-5 auch in dunklen Kirchen klasse Bilder.

Die Objektive sind nach wie vor überlegen. Wo gibt es bei anderen Herstellern so etwas wie das 50-200mm, welches 100-400mm an Kleinbild bedeutet und dabei so kompakt ist? Alle Objektive ab "Pro" sind abgedichtet. So kann man mit der E-5 auch bei starken Regen raus und sie unter einem Wasserstrahl von Schlamm befreien.

Bis heute schaffen es Canon und Nikon nicht, die wichtigste Objektivklasse abgedichtet UND stabilisiert zu bauen: Die Normalbrennweite. Mit dem sagenhaften 12-60mm und dem immer noch sehr guten 14-54 stehen bei Olympus gleich 2 zur Verfügung. Bei Olympus muss man auch nicht erst auf f8 abblenden, um scharfe Bilder zu bekommen, so wie beim 24-105 von Canon; alle besseren Zooms der E-Serie erreichen die Qualität von Festbrennweiten anderer Hersteller.

Kann Olympus zaubern? Nein. Aber die Objektive wurden von anfang an auf ein Format und auf digital gerechnet. Bei Canikon schlägt man sich heute noch mit Altlasten aus der Analogzeit rum und mit bis zu 3 Formaten. Bei Olympus gibt es kein FX,DX, keinen Cropfaktor. Verzeichnungsfreiheit und Schärfe bis in die Ecken sind das Ergebnis der kompletten Neuberechnung der Olympus-Objektive.

Lediglich eine höhere Auflösung als 12 MP wäre mal angesagt. Im Prinzip reichen die 13 MP (in RAW) aus auch für große Formate. Man bedenke, dass selbst bei großen LED-Bildschirmen nur 2 MP zur Verfügung stehen... Aber ein Model mit 16 MP oder mehr wäre schön. Die Objektive der Top-Pro-Klasse können nach meinen Schätzungen jedenfalls 40 MP sauber auflösen. Da ist also noch Luft.

Berger 03:05 Uhr MESZ

Canon und Nikon Freaks reagieren wie immer seltsam !
Fakt ist er hat den unterschied bemerkt den die E5 hat und die unfreundlichkeit der Canon und Nikon Stände auch !
Die haben eben keinen Respekt vor den Käufern !
Sind Eure Bilder alle besser lächerlich !

Früher in den 80 gern wurde oly belächelt A1 und so wie auch Nikon weil die waren in und Heute ist es ebenso . Bei 6x9 war wirklich ein Unterschied zu sehen . Heutzutage ist es der Sensor 38etc. der den Unterschied macht wie 6x9 .

Alles darunter ist eine Einstellungssache des Kamerabodys bei der E3 + E5 weniger Rot & Orange und mehr schärfe einstellen , mache es bei Chrom Uhren und du siehst keinen Unterschied , nimm Canon und Nikon als Orientierung . Jedenfalls bis zu einer gewissen größe Bildgröße und jene ist dann schon so groß ,wer bringt das denn schon auf Fotopapier .
Nikon hat ein wenig viel blau und Canon ist ein wenig zu blass in der Werkseinstellung .

Umgehen sowie Einstellen ist immer angesagt diese Kameras sind alle für die Masse Voreingestellt .

Im Studio mit Beleuchtung brauche ich gar keine ASA die besten Bilder werden eh mit 100 ASA gemacht .Nebenbei mal gesagt .

Jedenfalls ist die Bildqualität meiner Meinung bei allen Gleich wenn die Features ausgenutzt werden bis 800 ASA .

Oly ist eine Echte Konkurrenz nach abänderung der Auslieferungs Einstellung weg von den weichen warmen Rot Orange Farben etwas mehr Schärfe .
Meine habe ich nach dieser Seite komplett neu eingestellt und jetzt ist alles perfekt genauso , man muß es nur wissen und können .

Eine sehr schöne Seite ist diese hier als Richtlinie : http://www.dkamera.de/testbericht/olympus-e-3/bildqualitaet.html
Probiert es aus
Bin kein Oly Spinner nur Realist und Dlsr Nutzer

iribou 23:53 Uhr MEZ

Hallo,
Ich bin seit kurzem Besitzerin einer E-5 und teste mich gerade mit ihr durch .

"weg von den weichen warmen Rot Orange Farben etwas mehr Schärfe .
Meine habe ich nach dieser Seite komplett neu eingestellt und jetzt ist alles perfekt genauso , man muß es nur wissen und können ."

Welche Werte stellt man denn (wo) am besten ein ;D ?


soviel zu wissen und können ;)

Viele Grüße,
Iris

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