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Der Streit um die (geplante) Tagesschau.app

Nach etlichen Politikern und Verlagen kritisiert nun auch der Bund der Steuerzahler die Entscheidung der ARD, eine Tagesshau.app für das iPhone entwickeln zu wollen.

Ich kann das Entsetzen über dieses Vorhaben nicht ganz nachvollziehen.
Jedem ist klar, daß das Internet zunehmend allgemeine Informationsquelle geworden ist und daß Medien zunehmend dort und nicht im Kabel oder im Satelliten "ausgestrahlt" werden. Und immer mehr dieser Informationen werden von mobilen Geräten abgefragt. Die GEZ verwendet dies sogar als Argument für Gebühren auf internetfähige Geräte - wozu auch das iPhone gehört. Aber sobald die ARD das Medium Internet auch NUTZT, regen sich alle darüber auf.

Ich verstehe nicht, warum der Auftrag der öffentlich rechtlichen Sender sich auf die Verbreitung von Sendungen per Funk oder Kabel beschränken soll. Im Gegenteil finde ich die Idee einer Tagesschau.app endlich einmal einen sinnvollen Einsatz meiner Gebühren. Zumal ich auch heute schon die Tagesschau auf meinem iPhone sehen kann, denn sie steht ja seit langem als Podcast zu Verfügung. Wo ist der grundsätzlich Unterschied zw. einem podcast und einer speziellen Tageschau-app?
Die Idee ist auch nicht mehr wirklich neu. Seit einiger Zeit steht z. B. die ebenfalls GEZ-Gebühren-finanzierte iPhone-App SWR3-Elchradio (iTunes-Link) zur Verfügung.

Ich hoffe, die ARD läßt sich nicht unterkriegen ...
UPDATE:
Inzwischen hat der Chefredakteur von ARD-aktuell Dr. Gniffke in einem Bloeintrag auf meinen Beitrag mit einer Stellungnahme reagiert.
(Naja, vielleicht nicht direkt auf meinen Beitrag ... ;-))

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